Mehrwertsteuer 2014 - Die Kunsthandelsverbände und der Verband Deutscher Antiquare fordern von den Ministerien, ihre Blockadehaltung aufzugeben

Noch immer gibt es keine verbindlichen Regeln für die Umsetzung des Anfang 2014 in Kraft getretenen neuen Umsatzsteuergesetzes, wonach der ermäßigte Steuersatz von 7 % für Kunst, Graphik und Autographen als Sammlungsgegenstände von historischem Wert entfällt. In einer gemeinsamen öffentlichen Erklärung kritisieren der Verband Deutscher Antiquare e.V., der Deutsche Kunsthandelsverband e.V.  und der Rheinische Kunsthändler-Verband e.V. das bisherige Vorgehen der Ministerien.

„Nachdem mehrfache Versuche gescheitert sind, mit den Länder-Finanzministerien ins Gespräch über die offenen Fragen hinsichtlich der Anwendung des geänderten §25a UStG (Wegfall des ermäßigten Steuersatzes für Kunst, darunter auch Graphiken und Sammlungsgegenstände wie Autographen) zu kommen, sehen sich die Kunsthandelsverbände und der Verband Deutscher Antiquare gezwungen, öffentlich an die Ministerien zu appellieren, ihre Blockadehaltung aufzugeben.

Es ist ohne Beispiel, dass fast zwei Monate nach Inkrafttreten der Änderungen bei der Umsatzsteuer noch keine klaren Regelungen von den Länderfinanzministerien bekannt gemacht worden sind und somit wichtige Fragen zur Anwendung der neuen Vorschrift unbeantwortet bleiben (30%-Regel, Altbestände). Es ist unverständlich, dass das Bundesfinanzministerium in einem BMF-Schreiben die Altbestände von Briefmarken- und Münzhändlern entlastet, aber den Kunst-, Graphik- und Autographenhandel übergeht.

Der Mangel an klaren Regeln verunsichert den deutschen Kunsthandel und trägt erheblich zur bereits bestehenden Wettbewerbsverzerrung zu Lasten des deutschen Handels auf dem europäischen Kunstmarkt bei (die Einfuhrumsatzsteuer für Antiquitäten liegt in GB bei 5%, in Frankreich bei 5,5% und in Deutschland bei 19%).Wir erwarten, dass dem deutschen Kunsthandel Gelegenheit gegeben wird, die zahlreichen Probleme, die sich aus dem Wegfall des ermäßigten Steuersatzes ergeben, den Ministerien vorzutragen und praktikable Lösungen zu diskutieren.“

Hans-Martin Schmitz (Rheinischer Kunsthändler-Verband e.V) - Eric Meletta (Deutscher Kunsthandelsverband e.V.) - Christian Hesse (Verband Deutscher Antiquare e.V.)


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