Illuminiert

(lat. „erleuchtet, geschmückt“). Illuminator hieß ursprünglich der Buchmaler im Mittelalter. (Für Überschriften und Zierbuchstaben gab es noch den Miniator und den Rubrikator.) Illuminierte Handschriften sind also bildgeschmückte Texte. Auch Holzschnitte wurden schon in frühester Zeit koloriert. War dabei eine besonders sorgfältige Farbgebung gewünscht, blieb auch diese Tätigkeit den Illuminatoren vorbehalten.

Impressum

(lat. „Druckvermerk“). In Büchern auf der Rückseite des Titelblatts oder am Schluss des Bandes. Das Impressum gibt Auskunft über die Hersteller des Buchs: Drucker, Buchbinder; bei wertvolleren und bibliophilen Büchern werden auch die Herkunft des Papiers, der Gestalter von Einband und Umschlag, die verwendete Schrift sowie die für die typographische Gestaltung und Buch- und Bildschmuck Verantwortlichen genannt. Weitere Bestandteile des Impressums können Copyrightvermerk, Auflagenhöhe, Sonderausstattungen etc. sein. Die frühere Form des Impressums hieß Kolophon.

Inkunabel

(lat. in-cunabula = „Windeln, Wiege“, daher auch „Wiegendrucke“). Bezeichnung für die ersten Drucke und Bücher, die von der Erfindung der Buchdruckerkunst durch Gutenberg (um 1450) bis zum Jahr 1500 (einschließlich) hergestellt wurden. Insgesamt sind etwa 45.000 verschiedene Inkunabeln bekannt (darunter nahezu 30.000 Bücher im eigentlichen Sinne, der Rest sind Klein- und Einblattdrucke). Die Auflagenhöhe betrug im Durchschnitt 300 bis 500 Exemplare. Die Inkunabeln lehnen sich zunächst noch sehr eng an die Handschriften des Mittelalters und der Frührenaissance an, insbesondere hinsichtlich der Gestaltung der Schrift, der häufigen Verwendung von beliebigen Abkürzungen und Ligaturen und des fehlenden Titelblatts. Die ersten Inkunabeln weisen eine außerordentliche Mannigfaltigkeit auf, da sich die Gestalt des neuen, gedruckten Mediums Buch erst entwickeln musste. So hat jedes Buch der Inkunabelzeit noch seine ganz eigene Prägung, die es von jedem anderen deutlich unterscheidet. Teile der Druckausstattung (Kapitel- und Seitenüberschriften, Initialen usw.) wurden anfangs handschriftlich durch den Rubrikator ergänzt. Die Bezeichnung Inkunabel gebraucht man gelegentlich auch für die Erstlinge anderer Drucktechniken (Kupferstich, Radierung, Lithographie). Bei der Lithographie, wo ein genaues Erfindungsjahr bekannt ist, gelten die ersten 25 Jahre (1796–1821) als Inkunabelzeit.

Innenspiegel.

Tautologische Bezeichnung für den Spiegel als Teil des Vorsatzes beim Buch.

Interimseinband, Interimsumschlag (lat.).

Ein vorläufiger Einband, der bis zur Ausführung des endgültigen Einbands das Buch schützen soll. Er muss möglichst fest sein, soll aber den Buchblock weitestgehend unverletzt lassen. Heute fast nur bei bibliophilen Drucken und gelegentlich bei Fortsetzungswerken üblich. In früherer Zeit, besonders vor dem Aufkommen des Verlagseinbands (im 19. Jahrhundert), war der Interimseinband jedoch weit verbreitet.

Italic, Italique.

Englische bzw. französische Bezeichnung für die Kursive.


Bücher suchen — weltweit

ILAB-Volltextsuche:

 




57. Stuttgarter Antiquariatsmesse
26. bis 28. Januar 2018
Kunstgebäude am Schlossplatz

www.stuttgarter-antiquariatsmesse.de

 

Verband Deutscher Antiquare e.V.

Geschäftsstelle: Norbert Munsch
Seeblick 1, 56459 Elbingen
Fon +49 (0)6435 909147
Fax +49 (0)6435 909148
E-Mail buch[at]antiquare[dot]de