01.06.2019
Kategorie: Kataloge und Bücher, VdA

Von Inkunabeln bis Tarnschriften und Kuriosem

Der 10. Gemeinschaftskatalog ist soeben erschienen


Außen leuchtend rot mit dem schwarzen Bücher-Stapel, innen ein Füllhorn schönster Objekte des Antiquariatshandels – im 10. von der GIAQ herausgegebenen Gemeinschaftskatalog präsentieren 62 Antiquare aus Deutschland und zwei aus Österreich (die meisten davon Mitglieder im VDA), ihr Angebot. Höher als in den beiden Vorjahren ist nicht nur die Teilnehmerzahl und entsprechend der Katalogumfang, sondern auch die Auflage mit 4700 Exemplaren.

Neben den im Titel genannten »wertvollen Autographen, Büchern, Graphik, Handschriften und Plakaten« finden sich Fotografien (bei Knöll), Musikalia (bei Dr. Kohl und Raab), Kochbücher und eine Landkarte des Schlaraffenlandes, Freundschaftsalben, Zeitungen (die letzte Ausgabe der Vossischen vom 1934) und Tarnschriften – hinter einem Umschlag, der eine Probe »Excentric Shampoo – Das Beste für die Haarpflege« verspricht, verbirgt sich ein Heft mit Texten zur Judenverfolgung in der sogenannten Reichskristallnacht (Frank Albrecht).
Ein gewisser Schwerpunkt scheint diesmal auf klassischer und moderner Weltliteratur und Kunst zu liegen: Angeboten werden zahlreiche signierte Erstausgaben, mit Widmungen, einem zu Lebzeiten ungedruckten Gedicht von Karl May oder einer Zeichnung von Ralf König versehene Bücher, außerdem Bibliophiles, Mappenwerke (etwa des Fritz-Winter-Hauses), Pressendrucke (Cranach-Presse, Raamin-Presse, manus presse), Zeitschriften (Spektrum, Derrière le mirroir, La Caricature und besonders ästhetisch: »Styl. Blätter für Mode und die angenehmen Dinge des Lebens«).
Selbstverständlich kommen auch Sammler von Naturwissenschaften und Technik, Reise- und Kinderbüchern oder Kuriositäten auf ihre Kosten, da gibt es zum Beispiel Glückwunsch- und Automobil-Muster-Karten, eine verschlossene Konservendose und ein »Fummelobjekt«.
Preislich bewegt sich das Gros im drei- und vierstelligen Bereich, teurer ist etwa der vorliegende Original-Holzschnitt, von dem nur zwei Exemplare gedruckt worden sind, von Christian Schad (AS – Antiquariat Schröter) oder das 1517 von Reinhard Beck in Straßburg gedruckte Heilpflanzenbuch (Antiquariat am Moritzberg).

Den Katalog kann man bei der Berliner Geschäftsstelle der GIAQ bestellen, Telefon 030 / 46 60 49 08, per E-Mail unter → service[at]giaq[dot]de oder über die Website → www.antiquariat.de


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hf