Kategorie: Antiquare und Sammler, Geschichte
Das Deutsche Historische Museum in Berlin muss 4200 Reklameplakate an die rechtmäßigen Erben restituieren
Rund 8000 Reklameplakate sammelte der jüdische Zahnarzt Hans Sachs, bevor er vor den Nazis in die USA floh. 4200 dieser Plakate gehörten seit den Sechzigerjahren zur Sammlung des Deutschen Historischen Museums (DHM) in Berlin. Doch jetzt muss das Museum diese an die Erben zurückgeben.
Der Bundesgerichtshof in Karlsruhe verurteilte das Deutsche Historische Museum zur Herausgabe und gab damit der Klage des in den USA lebenden Sachs-Sohnes nach. Begründung: Hans Sachs beziehungsweise dessen Erben seien immer Eigentümer der Plakat-Sammlung geblieben.
• SPIEGEL ONLINE in einem Artikel „Museum muss NS-Beute zurückgeben“ vom 16. März 2012
In der sogenannten Washingtoner Erklärung von 1998 hat sich Deutschland dazu verpflichtet, NS-Raubkunst zu identifizieren, die rechtmäßigen Besitzer ausfindig zu machen und die Werke zu restituieren.
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