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Antiquariat Schwarzfischer (Stand 25 )
Hochgernstraße 47 · 83026 Rosenheim
Telefon +49 (0)8031 444 57 · Fax +49 (0)8031 439 44
E-Mail: info@antiquariat-schwarzfischer.de · Internet: www.antiquariat-schwarzfischer.de

Geographie · Reisen · Völkerkunde

 


Arabische Kunst - Prisse d‘Avennes, Achille Constant Théodore Émile. L‘Art Arabe d‘après les monuments du Kaire depuis le VIIe siècle jusqu‘la fin du XVIIIe. (‘Arab Art as seen through the monuments of Cairo from the 7th to the end of the 18th century‘). Paris: Morel, MDCCCLXXVII (1869-1877); insgesamt 4 Bände (1 Textband in Quarto und 3 Tafelbände in Imperial-Folio); Textband: pp. 1Bl. leer,i-viii,296 Textseiten,1 Bl. leer, mit 34 Tafeln in Lithographie (alle mit halbtransparenter Schutzfolie) and 73 Abbildungen im Text; attraktiver Halblederband aus der Zeit, Rücken auf Bünden mit goldgeprägtem Maroquinlabel; Tafelbände jeweils mit Vor- u. Haupttitel sowie Inhaltsverzeichnis und insgesamt 200 Tafeln in Lithographie, davon 130 in Chromo- und 48 in getönter Lithographie; alle Tafeln unbeschnitten und auf dickem Papier; die Tafelbände sind einheitlich in neuem Halbleder gebunden, dem Textband angepasst, Rücken auf Bünden mit goldgeprägtem Maroquinlabel; Textband fleckenlos, alle Tafeln in frischem Abdruck, breitrandig und fleckenfrei; ein sehr attraktives, äußerst seltenes Set in der ersten Ausgabe.
Der Autor Émile Prisse d‘Avennes (1807-1879) war fasziniert von der Welt der östlichen Mittelmeerländer. Er ist einer der führenden Ägyptologen, Orientalisten und Reisenden des 19. Jahrhunderts. Prisse d‘Avennes begann 1836 eine siebenjährige Reise, die er ausschließlich seinen archäologischen Studien in Ägypten, Sudan, Äthiopien, Arabien, Persien, Palästina und Syrien widmete. Prisse d‘Avennes beherrschte die arabische Sprache fließend. Er besaß auch Kenntnisse der antiken Sprache der Ägypter. Er zeigte offene Zuneigung bzw. Wohlgefallen für die jeweiligen Bewohner, deren Sitten und Gewohnheiten und nicht zuletzt deren Religion. Somit verschaffte er sich Zugang zu den Moscheen. 1850 ging Émile Prisse d‘Avennes nach Algerien und blieb dort sieben Jahre. Anschließend reiste er wieder nach Ägypten. 1860 kehrte der Autor und Künstler nach Frankreich zurück. Das Transportvolumen, Resultate seiner langjährigen Studien, bestand u. a. aus 300 Folio-Zeichnungen, ein Werk von feinsten Arbeiten aus verschiedenen Epochen. Diese Masse an Material, die Früchte seiner Beobachtungen und Entdeckungen in vielen Jahren, diente als Basis von zwei herausragenden, krönenden Werken: a) Histoire de l‘Art Egyptien und b) das hier angebotene Set von L‘Art Arabe. Einige Gruppen von Künstlern wurden speziell dafür ausgebildet, die Zeichnungen des É. Prisse d‘Avennes auf Tafeln zu produzieren. Der Autor selbst überwachte diese Arbeiten mit konstanter und auch eitler Aufmerksamkeit. Seine Original-Zeichnungen sollten den Abbildungen auf den Tafeln korrekt wiedergegeben werden. Ibrahim-Hilmy II, p. 138-140.

Preis: 28000,- EUR

 

Java - Junghuhn, Franz Wilhelm. Java. Seine Gestalt, Pflanzendecke und Innere Bauart. Leipzig: Arnold, 1852-1856; 3 Textbände in Oktav-Format und ein Tafelband in Querfolio. Band I (Erste Abtheilung), Titel: Die Gestalt und Bekleidung des Landes; Inhalt: pp. 20,vi,483(1) Seiten; mit Vortitel; 1 doppelblattgr. farblithograph. Titelbild, 1 Titelvignette, 12 Höhenprofilen auf 6 mehrfach gefalteten Tafeln in Lithographie, dazu 52 xylographische Textabbildungen; Band II (Zweite Abtheilung), Titel: Die Vulkane und vulkanischen Erscheinungen; Inhalt: pp. xii,964 Seiten; mit Vortitel, 39 (meist gefaltet) Tafeln in Lithographie sowie 61 xylographische Textabbildungen; Band III (Dritte Abtheilung), Titel: Die neptunischen Gebirge; Inhalt: pp. x,316 Seiten; mit Vortitel u. 5 mehrfach gefalteten Tafeln in Lithographie; alle Textbände i. Halbleinen aus der Zeit, Rücken mit goldgepr. Titel, marmorierte Deckel, Text gelegentlich u. einige Tafeln im Rand minimal braunfleckig, Tafelband: Titel: Java-Album. Landschaftsansichten von Java. Nach der Natur aufgenommen. In Farbendruck ausgeführt von den Herren Winckelmann & Söhne und Gebrüder Delius in Berlin; 2 Bll. (Titel u. Tafelbeschreibung); mit 11 kolorierten Tafeln lose i. Original-Karton, Frontdeckel illustriert; alle Tafeln in frischem Kolorit, sauber u. breitrandig; eine Tafel mit unbedeutendem Randausriss; O-Karton mit geringen Gebrauchsspuren; alle Textbände in Erstausgabe, Tafelband in zweiter (ergänzt und verbessert!) Auflage.
Äußerst seltenes, vollständiges Set - mit dem Tafelband in ergänzter und verbesserter Ausgabe! Dieses bahnbrechende Werk ist der wichtigste Beitrag zur Erforschungsgeschichte, insbesondere zur Naturgeschichte und Geologie von Java. Es ist auch Junghuhns Hauptwerk, ein an Stoffmenge überbordendes und unerschöpfliches Buch Humboldt‘schen Idealen entsprechend! Es ist die erste vollständige geographische, geologische und botanische Beschreibung der Insel Java, damals das wichtigste Kolonialgebiet der Niederländer. Das ist die bedeutendste Leistung des Franz Wilhelm Junghuhn (1809-1864), deutscher Arzt, Geologe und Botaniker. In Diensten Niederländisch Ostindiens kam Junghuhn 1835 nach Java. 1837 bereiste Junghuhn West-Java. Dort bestieg er mehrere Vulkane und erforschte vulkanische Erscheinungen. 1838 wurden diese Forschungen von Junghuhn auf Mittel- und Ost-Java fortgesetzt. Die herrlichen Landschafts-Ansichten von Java im Tafelband geben Zeugnis von Junghuhn‘s Interesse an der Botanik. Im Gegensatz zur 1. Auflage des Java-Albums, die ebenfalls bei Arnold 1853 erschien, ist die zweite Auflage dieses Tafelbandes mit einem Titelblatt und der Original-Karton mit einer attraktiven Vulkan-Abbildung illustriert publiziert worden. Henze II, pp. 721-726; Bastin-Brommer 472-473; Engelmann I, S. 136; ADB XIV, 712.

Preis: 19000,- EUR

 

Russisch Turkistan - Wereschagin, B. (Wassilij Wassiljewitsch). Turkestan. Etyudy s natury. Etudes d‘apres nature. Studien nach der Natur. Herausgegeben im Auftrage des General-Gouverneurs von Turkestan. St. Petersburg: Hofkunsthandlung A. Beggrow, 1874; Portfolio (48,5 x 32 cm); dreisprachiges Doppelblatt mit Titel u. Inhaltsverzeichnis; mit insgesamt 106 Silbergelatin-Reproduktionen verschiedener Größe auf 26 Tafeln von Wereschagin‘s Gemälden; rotes, restauriertes Originalleinen-Portfolio, goldgepr. Deckelbordüre u. Name des Künstlers; alle 26 Tafeln auf Karton montiert, sehr breitrandig und kaum fleckig; dazu 17 weitere Tafeln (von 18) auf Karton montiert, Abbildungsgröße 21,5 x 17 & 25 x 18 cm, breitrandig, ebenfalls Silvergelatine-Reproduktionen von Wereschagin‘ Gemälden, dem Werk Studien nach der Natur beigegeben; erste und einzige Ausgabe.
Ein Exemplar von größter Seltenheit - zudem hier mit insgesamt 43 Tafeln! Alle drei bisher bekannten Exemplare - jeweils in der Library of Congress und New York Public Library sowie ein Exemplar 2007 im Handel - sind nur mit 26 Tafeln der Studien nach der Natur in Turkestan bekannt bzw. angeboten worden - (Pierce): Soviet Central Asia, Teil II, Nr. 458). Alle Abbildungen auf den 43 Tafeln sind Reproduktionen von Gemälden des Künstlers W. W. Wereschagin. Der russische Reiseschriftsteller und Schlachtenmaler Wassilij Wassiljewitsch Wereschagin, auch Vasiliy Vasilevich Vereshchagin, (1842-1904) war Sohn eines adeligen Gutsbesitzers und einer Mutter tartarischer Abstammung. Im Zeitraum von 1861 bis 1863 war er Schüler der Kunstakademie St. Petersburg. Dann schloss er sich der sogenannten Gesellschaft der Wanderaussteller an und kam 1864 nach Frankreich, wo er bei Gérome, seinem Lehrer, in Paris arbeitete. Die Gemälde und Zeichnungen dieses Werks enstanden während der Teilnahme des Malers 1867-1868 im Gefolge des Generals Kauffmann im russischen Feldzug und an der Expedition nach Turkestan, die in den Jahren 1869 bis 1871 folgte. Wereschagin nahm als Soldat an der Verteidigung von Samarkand teil. Für seinen soldatischen Mut wurde er mit dem Georgskreuz ausgezeichnet. 1871 bis 1874 war Wereschagin in München ansässig. In diesem Zeitraum war er im Atelier seines Freundes Th. Horschelt an der Ausarbeitung seiner aus Turkestan mitgebrachten Skizzen und Zeichnungen beschäftigt. Danach folgte eine Ausstellung seiner Gemälde in St. Petersburg, die großen Beifall fand, von seiten des Militärs und der nationalistischen Presse aber wegen antimilitaristischer Tendenzen starke Anfeindung erfuhr. Wereschagin versuchte nämlich bei seinen Zeichnungen und Bildern den Krieg so realistisch wie möglich darzustellen. Dabei zeigte er u. a. tragische Schicksale russischer Soldaten beim Kampf, Niederlagen, erschütternde Bilder von der russischen Kampagnie. Wereschagin‘s berühmtes Gemälde "Apotheose des Krieges" gibt Zeugnis davon. Die Ankaufsverhandlungen mit der russischen Regierung scheiterten deshalb. Schließlich kaufte Tretjakoff die gesamten Bestände der Ausstellung für 92.000 Rubel. Diese Gemälde von W. wurden dann der Tretjakoff-Galerie in Moskau einverleibt, wo sie bis heute große Beachtung und Wertschätzung finden. Pierce: Soviet Central Asia, Teil II, Nr. 458; Thieme-Becker, Bd. 35, S. 392-393; nicht in Yakushi.

Preis: 7500,- EUR

 

Vulkane in Latein-Amerika - Humboldt, Alexander von. Kleinere Schriften. Geognostische und physikalische Erinnerungen. Erster Band (alles) und Atlasband: Umrisse von Vulkanen aus den Cordilleren von Quito und Mexico. Ein Beitrag zur Physiognomik der Natur. Stuttgart und Tübingen: J. G. Cotta, 1853; 2 Bände; Textband in 8vo, pp. viii,747 Seiten, 1 Bl. (Druckfehler-Liste), mit 5 Falttabellen; bedruckte Originalbroschur in neuem Halbleinen - dem Atlasband angepasst - eingebunden, innen fleckenlos; Atlasband in Quer-Folio; pp. 2 Bll. (gestochenes Titel- u. gestochenes Widmungsblatt), 1 Bl.(Tafelverzeichnis), mit insgesamt 12 gestochenen Tafeln, davon 9 getönt, 2 s/w u. 1 farbig); bedruckter Original-Karton mit Original-Leinenrücken; nur wenige Tafeln im Rand minimal stockfleckig; Deckelecken oben rechts etwas gestaucht; ungewöhnlich saubere Textblätter und Tafeln; attraktives Set der ersten Ausgabe.
Provenienz-Exemplar! Das Set stammt aus der Bibliothek der Erzherzogin Sophie von Österreich (mit entsprechender Referenz: gestochene Königskrone plus den Initialen auf dem Titelblatt verso des Textbandes und dem Widmungsblatt verso des Atlasbandes). Die Tafeln im Atlasband zeigen Ansichten der Vulkane nach eigenen Skizzen von Alexander von Humboldt, dem Nestor der wissenschaftlichen Reisenden, Leitbild der Erdforscher des 19. Jahrhunderts. Henze II, 649-679; Goedeke VI 263, 31 u. 32; Löwenberg 218; Sabin 33749 erwähnt nur die französische Ausgabe von 1854.

Preis: 1400,- EUR

 

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