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"Die Literatur ist die angenehmste Art, das Leben zu ignorieren ..." Fernando Pessoa

Antiquare und Sammler in der Literatur

„Nehmen Sie auch eine ganze Bibliothek?“ – „Wenn ich sie mir leisten kann, ja“, sagte ich.

Thommie Bayer

Fallers große Liebe

Eigentlich ist Alexander Storz gar kein richtiger Antiquar, das gibt er gleich zu. Seinen „Gebrauchtbuchladen“ hat er von einem Gomera-Aussteiger übernommen und auch die beiden Wühlkisten vor der Tür tun sich schwer, Kunden anzulocken. Sein Tagesgeschäft macht Alexander mit Rezensionsexemplaren und wenn an einem Tag trotzdem die Kunden ausbleiben, zerbricht er sich schon mal den Kopf, wie er nur mit Amazon konkurrieren könnte. Zieht er wirklich was Größeres an Land – „signierte Erstausgaben von Doderer, Musil, Brecht und einige wirklich alte Bücher aus dem achtzehnten Jahrhundert“ –, dann schiebt er es einem „echten Antiquar“ rüber und kassiert die Provision. „Fast wie ein Waffen- oder Drogendeal.“ Glücklich ist Alexander nicht, aber zum Aufbegehren zu weich. Irgendwie führt er das typische Leben eines jüngeren, aber nicht mehr jugendlichen Mannes des 21. Jahrhunderts: mutlos, beziehungslos, perspektivlos.

Das erfährt eine unerwartete Wende, als ein Geschäftsmann ihm den Verkauf seiner Sammlerbibliothek vorschlägt und den Antiquar nach der Besichtigung prompt auf eine Reise einlädt: als Chauffeur für eine Fahrt durch Deutschland (Geschäftsmann Faller hat seinen Lappen versoffen), Zweck und Ziel der Reise werden geheim gehalten, dafür gibt es einen Tausender pro Woche bar auf die Hand. Am nächsten Morgen sitzen die beiden im Wagen und los geht es: Göttingen, Münster, Marburg ... Auf der Autobahn und beim abendlichen Wein erarbeiten die beiden bei Gesprächen über Literatur, Lebensentwürfe und Liebe eine reibungsreiche Annäherung, etwas zwischen Duell und aufkeimender Männerfreundschaft, zwischen Rätselspiel und Selbstentlarvung. Der junge Antiquar entdeckt in Faller eine charismatische Vaterfigur und ist doch zugleich abgestoßen von dem ehemaligen 68er, der schneller als alle damaligen WG-Mitbewohner die Lebenslüge seiner Generation gegen die Selbstsicherheit eines Erfolgsmenschen und Immobilienhais eingetauscht hat. Und darf Alexander – ein Bio-Kind der streng ökologischen Achtzigerjahre – es wirklich gut finden, im Jaguar über die Piste zu rasen oder ist das schon ein moralisches Verbrechen?

Zugegeben, das Buch hat Schwächen: Manches ist vorhersehbar und es hängt – besonders in den gewichtigen kurzen Sätzen – ein bisschen zu viel Schwermut und mitleidsvolle Eigenanalyse zwischen den Zeilen. Aber am Ende erwischt einen das Buch doch. (Holger Epp)

Thommie Bayer: Fallers große Liebe. Roman. München, Piper, 2010. 199 Seiten. Gebunden mit Schutzumschlag. (ISBN 978-3-492-05356-3) Ladenpreis 16,95 €.

 

"Tut mir leid, Dewey isst nur Fancy Feast."

Dewey

Die wahre Geschichte des berühmtesten Katers der Welt

Dewey hieß er, und er war groß und schön mit langen roten Haaren. 19 Jahre lang hielt  er als Bibliotheksdirektor engen Kontakt mit Besuchern und Angestellten, begrüßte jeden Einzelnen an der Eingangstür, saß bei den Konferenzen im Chefsessel, kontrollierte das Büromaterial und den Zustand der Einbände. Das PR-Genie machte seine Bibliothek bis nach Japan bekannt, und auf dem Höhepunkt seiner Karriere rannten ihm die Fernsehteams mit ihren Kameras die Türen ein. Dewey war – ein Kater.

„Dewey und ich“ ist die Lebensgeschichte eines Katers, den Vicky Myron eines Morgens halb erfroren und verhungert zwischen Liebesromanen und Klassikern in dem Kasten für zurückgegebene Bücher ihrer Bibliothek in Spencer (Iowa) fand. Jemand hatte den kleinen Kater dort ausgesetzt. Vicky nahm sich seiner an und adoptierte ihn mit Zustimmung von Stadt- und Bibliotheksrat. Dewey, benannt nach der Dezimalklassifikation für Bücher, wurde Bibliothekskater, fraß mit Vorliebe Gummibänder, aber noch lieber Katzenminze, fuhr beim Einstellen der Neueingänge auf dem Bibliothekswagen mit, schaukelte auf den Deckenlampen, hopste von Schoß zu Schoß im Lesesaal, und als er einmal krank wurde, brachten die Bibliotheksbenutzer Berge von Katzenfutter für den Patienten, der alles verschmähte und nur eines wollte: Arby’s Roast Beef’n Cheddar Sandwiches. 

Dewey war eine Institution, und die Bibliothek plötzlich mehr als nur ein Ort, an dem man Bücher bestellte, um sie schnell mit nach Hause zu nehmen. Klingt kitschig, ist es aber nicht. Denn nebenbei erzählt Vicky Myron auch vom Leben in einer amerikanischen Kleinstadt,  in der es schon in den Achtzigern eine Wirtschaftskrise gab, die den Menschen an die Existenz ging. Damals wie heute mussten sie, ob mit oder ohne Konjunkturprogramme und Bankenschelte, selbst mit ihren Problemen zurechtkommen. Viele von ihnen haben an den Computern in der Bibliothek einen neuen Job im Internet gesucht, während Dewey ihnen um die Beine strich. 

So ist Vicky Myron ein lesenswertes Buch gelungen und Dewey wohl zu Recht „der berühmteste Kater der Welt“. Aber er soll sich vorsehen, die Konkurrenz schläft nicht: Orlando und Vienna passen auf, dass Sabine Keune nicht zuviel arbeitet. Ich kenne da ein Fräulein Hoffmann mit starken Ambitionen, und in den USA verteilt Admiral Muffin die Sonderangebote im Antiquariat Between the Covers. Es sind nicht die Einzigen!

Vicky Myron und Bret Witter: Dewey und ich. Die wahre Geschichte des berühmtesten Katers der Welt. Aus dem Amerikanischen von Nike Kare Müller.  München 2008 (ISBN 978-3-442-20333-8)

 

"An Tagen, an denen ich mich wie ein echter Außenseiter und Freak fühle, suche ich die Schuld bei Don Quijote."

Ratatouille mit Büchern

Sam Savage - Firmin. Ein Rattenleben

Eine Ratte hat es nicht leicht, erst recht nicht, will sie aus ihrem gewöhnlichen Rattendasein ausbrechen und nach Höherem streben. Die sympathische Ratte Rémy verschreibt sich im Kinohit  Ratatouille der Kochkunst und den kulinarischen Genüssen. Ihr Artverwandter Firmin richtet sich in dem Roman Firmin. Ein Rattenleben in einem Bostoner Antiquariat häuslich ein. Als stummer Beobachter (oder stiller Teilhaber) lebt er eine erträumte Freundschaft mit dem Antiquar Norman. Nichts mehr ersehnt sich Firmin als eine Erwiderung dieser Liebe. Indessen durchliest er alle Abteilungen der verwinkelten Altbaubuchhandlung, wirft mit literarischen Zitaten um sich und beklagt sein tristes Dasein – nicht mehr Ratte und doch kein Mensch.

Komisch und mehr noch pessimistisch bis ins Mark breitet die Ratte Firmin ihr Leben (und ihre Träume) vor dem Leser aus. Als dreizehntes Rattenkind bei zwölf mütterlichen Zitzen hat man es wahrlich schwer, und so erhält sich unser nachdenklicher Held mit dem Vernaschen von Bücherseiten am Leben. Stark und fit für den Überlebenskampf einer Ratte macht das nicht. Als Firmin aber entdeckt, dass er Bücher nicht nur anknabbern, sondern auch lesen kann, eröffnet sich dem Rättling eine weite, neue Welt. Seine Geschwister erobern die dunklen Gassen des Bostoner Vergnügungsviertels, während Firmin es sich in der Literatur gemütlich macht. So isoliert, erlebt er sich selbst als kleinen, erbärmlichen, wenngleich immerhin intellektuellen Freak mit einer unerwiderten Liebe zu Revuedamen und einer gnadenlosen Selbstdemontage: „Kopflastig und schwachgliedrig, gewöhnte ich mir eine schwerfällige Gangart an, und während ich mir in späteren Jahren einbildete, sie verleihe mir eine Aura von Seriosität und Würde, ließ sie mich anfangs nur noch verrückter aussehen.“ Seine Kommunikationsversuche mit den Menschen scheitern auf teils grotesk, teils grausame Art. Auch ein zeitweiliges Exil bei einem heruntergekommenen Schriftsteller bringt Firmins Leben keine dauerhafte Wende. Er bleibt allein und verloren, während um ihn herum der Scollay Square abgerissen wird – und mit ihm Firmins Leben in die Brüche geht, von dem nur eines übrig bleibt: Bücher und „Rattenfüße auf zerbrochenem Glas, leise und ohne Bedeutung“.

Ein komisches und mehr noch trauriges Buch über die Literatur und die Einsamkeit. Nicht so umwerfend herzerfrischend wie die Ratatouille im Kino (und neuerdings auf DVD), aber ein reizender tragikomischer Zeitvertreib für alle menschlichen Bücherratten.

Sam Savage: Firmin. Ein Rattenleben. Roman. Aus dem Amerikanischen von Susanne Aeckerle, Marion Balkenhol und Hermann Gieselbusch mit Katrin Fieber. Berlin, Hamburg, 2008. 213 Seiten. Unbeschnitten, Gebunden mit Schutzumschlag. (16,90 € Ladenpreis)

 

"Wir sind alle ein bisschen gaga."

Sheridan Hay

Die Antiquarin (The Secret of Lost Things)

Als die 18-jährige Rosemary Savage aus dem behüteten Tasmanien nach New York kommt, hat sie auf der Welt nicht mehr als einen kleinen Koffer und ihre Liebe zu den Büchern. Auf ihren Streifzügen durch die Stadt entdeckt sie das Antiquariat „Arcade“, setzt alles daran, dort arbeiten zu dürfen – und wird angestellt. Im „Arcade” findet die junge Frau ein neues Zuhause. Dass die Angestellten gescheiterte Schriftsteller, Dichter, Musiker oder Sänger sind und alle „das Stigma der Enttäuschung“ tragen, schreckt sie nicht. An diesem Ort absonderlichen Wissens und alter Schätze, neuentdeckter oder halbvermoderter Geschichten trifft Rosemary Freunde und Vertraute: den väterlichen Mitchell aus dem Raritätenraum im 5. Stock, den jeder Verkauf seiner Kostbarkeiten schmerzt („Ich muss einfach immer wieder neu lieben lernen“); den schönen rätselhaften Oscar, ein hingebungsvoller Sammler und distanzierter Ästhet; oder den Geschäftsführer Walter Geist, halb erblindeter Albino und an diesem „melancholischen Ort ... der Melancholischste“.  Es kommt, wie es kommen muss: Rosemary verliebt sich und gerät zwischen die Fronten, als ein geheimnisvolles Manuskript auftaucht. Ein unveröffentlichter Roman von Herman Melville löst ein verlockend-verwirrendes Rätsel- und Ränkespiel aus.

Romane über New Yorker Antiquariate scheinen in Mode zu sein, und es ist kaum verwunderlich, dass nach Austers „Entdeckung“ eines Hawthorne-Manuskriptes in der Brooklyn-Revue nun eine Handschrift Melvilles die Hauptrolle spielen darf. Anspielungen auf Moby Dick bevölkern den Roman, Briefauszüge Melvilles sind elegant in die Handlung eingeflochten. Auch der Ort der Handlung ist überzeugend: Die Autorin hatte selbst in dem New Yorker Antiquariat „The Strand“ gearbeitet. Man spürt diese Innenperspektive, wenngleich romanhaft übersteigert und irritierend altmodisch. Ein betulicher Frauenselbstfindungsroman mit ewig romantisierendem Timbre also? Keineswegs. Rosemarys Weg aus der tasmanischen Geborgenheit in die weite Welt und ins Erwachsenenleben, begleitet vom tragischen Scheitern ihrer (männlichen) Gegenspieler, ist eine literarische Entdeckung. Möchte man diesen Entwicklungsroman vor antiquarischer Kulisse anfänglich allenfalls als „harmlos“ bezeichnen, gewinnt er nach und nach an Überzeugungskraft, bis man gefesselt ist von der berührenden und spannenden Geschichte im „Arcade“.

Sheridan Hay: Die Antiquarin. Roman. Deutsch von Judith Schwaab. Hamburg, Kindler, 2007. 429 Seiten. Gebunden mit Schutzumschlag. (Ladenpreis: 19,90 €)

 

9/11 - Paul Austers Held sucht seine Identität. Ausgerechnet an diesem Tag spaziert er in New York in ein Antiquariat

Paul Auster

Die Brooklyn Revue (The Brooklyn Follies)

„Ich suchte nach einem ruhigen Ort zum Sterben. Jemand empfahl mir Brooklyn, und so brach ich am nächsten Morgen von Westchester aus auf, um das Terrain zu sondieren.“ Nathan Glass glaubt sein Leben gelebt: Ende 50, geschieden und  pensioniert, erwartet der Zyniker und frühere Versicherungsagent nichts mehr. Er schreibt an seinen Brooklyn Follies, einer Sammlung menschlicher Fehler und „grausamer Schicksale“ aus seinem eigenen Leben und dem seines Umfelds. Doch dann meldet sich die Welt mit seltsamen Wendungen neu zu Wort, Nathans Isolation bricht auf – und der räumliche Quell- und Angelpunkt dieses Wandels ist ein Antiquariat im Herzen Brooklyns: Brightman`s Attic.

Dort trifft Nathan nach Jahren der Funkstille auf seinen Neffen Tom. Der hatte einst zu einem Höhenflug in der Literaturwissenschaft abgehoben, bis die große Ernüchterung einsetzte und Tom tief aus seiner Traumwelt fiel: Enttäuschung, Vereinsamung, Taxifahren – „seine ganze Erscheinung ein Bild des Scheiterns“. Bis Tom in dem Antiquariat angeschwemmt wurde, einem „Ort, an den sich ein Mensch zurückzieht, wenn ihm das Leben in der realen Welt nicht mehr möglich ist.“ Und in diesem Antiquariat freundet sich Nathan mit Toms Chef an, dem schillernden Harry Brightman. Harry strotzt vor Witz und Unternehmenslust, doch er birgt ein dunkles Geheimnis. Unter dem Namen Harry Dunkel führte er einst die Galerie „Dunkel Frères“. „Harry hatte zwar keine Brüder, fand aber, der Name verleihe dem Unternehmen ein gewisses europäisches Flair und lasse zudem auf eine lange Familientradition im Kunsthandel schließen. Wie er sah, führte der deutsche Eigenname in Verbindung mit dem französischen Beiwort zu einer bestrickenden, alles in allem positiven Verwirrung in den Köpfen seiner Kunden.“ Dann aber erlag Harry den Versuchungen des Betrugs und musste sich nach Jahren der Haft eine neue Existenz aufbauen: Brightman`s Attic.

Die unerwarteten Begegnungen verändern nicht nur Nathans Leben, dessen Zynismus sich zu abgeklärter Weisheit wandelt. Da taucht überraschend die schweigende Tochter von Toms verschwundener Schwester auf; da erscheint S.p.M., die Schöne perfekte Mutter („sie war sehr offen, sehr weitherzig, eine durch und durch freundliche Person – nur leider nicht sehr klug, wie ich bald erkannte, denn sie glaubte eifrig an Astrologie, an die Macht der Kristalle und alle möglichen anderen New-Age-Mätzchen“); da stoßen die Protagonisten ganz unerwartet auf das „Hotel Existenz“. Und Harry plant einen neuen Coup: Er lässt ein Hawthorne-Manuskript fälschen: Vier Millionen Dollar will er für den Scharlachroten Buchstaben. Nathan rät von dem Schwindel ab, aber Harry marschiert unbekümmert auf die Katastrophe zu ... und gibt Nathan mehr als genug Stoff für seine Brooklyn Follies. An einem wunderbaren Spätsommermorgen beschließt dieser dann selbst ein neues, dem Leben (halb) zugewandtes Projekt: Biographien für die Hinterbliebenen, eine tröstliche Revue menschlichen Lebens, abgesichert durch eine spezielle Biographieversicherung. „Es war acht Uhr, als ich auf die Straße trat, acht Uhr am Morgen des 11. Septembers 2001 – sechsundvierzig Minuten bevor das erste Flugzeug in den Nordturm des World Trade Center raste ...“

Die Brooklyn Revue ist eine Liebeserklärung an das quirlige, kosmopolitische, intellektuelle, jüdische, atheistische, homosexuelle, künstlerische, bunte New York und zugleich in harschen Worten eine bittere Stellungnahme gegen US-Präsident Bush und seine „Gangster“. Sprachlich einfach wie überzeugend, enttäuscht der „Zeremonienmeister des Zufalls“ hier erzählerisch. Austers Geschichte ist keine glasklar ausgeführte und unbarmherzige Symphonie, sondern eine zuweilen eher fahrige und zu versöhnliche Konstruktion von Unwahrscheinlichkeiten. Die klare Linie fehlt, die Geschichte verliert sich in der  Weite der unbegrenzten Möglichkeiten, wie so häufig bei den amerikanischen Erzählern von Philip Roth und John Irving bis Jonathan Franzen oder Pat Conroy.Ein lesenswerter Auster – aber sicher nicht “Auster at the top of his game“, wie der New Statesman schrieb. (Holger Epp)

Paul Auster: Die Brooklyn Revue. Roman. Aus dem Amerikanischen übersetzt von Werner Schmitz. Hamburg, Rowohlt, 2006. 350 Seiten. Gebunden mit Schutzumschlag. (ISBN 978-3-498-00066-0) Ladenpreis: 16,90 €

Paul Auster: The Brooklyn Follies. London, Faber & Faber, 2006. 304 Seiten. Taschenbuch. Ladenpreis: 9,45 €

Archiv

Marianne MacDonald: Das Manuskript. Roman. List, München, 2003. 350 Seiten. Kartoniert. (ISBN 3-548-60351-3) Ladenpreis 7,95 Euro

Anne Fadiman: Ex Libris. Bekenntnisse einer Bibliomanin. München, SchirmerGraf, 2005. 203 Seiten. Leinen mit Schutzumschlag (ISBN 3-86555-023-1) Ladenpreis 18,80 €

Detlef Opitz: Der Büchermörder. Roman. Frankfurt, Eichborn, 2005. 354 Seiten. Gebunden. (ISBN 3-8218-5763-3) Ladenpreis: 24,90 €

Carlos María Domínguez: Das Papierhaus. Erzählung. Aus dem Spanischen übersetzt von Elisabeth Müller. Frankfurt, Eichborn, 2004. 93 Seiten. Gebunden. (ISBN 3-8218-5730-7) 12,90 €

Die Stadt der Träumenden Bücher. Ein Roman aus Zamonien von Hildegunst von Mythenmetz. Aus dem Zamonischen übertragen und illustriert von Walter Moers. München, Piper, 2004. 455 Seiten. Gebunden. (ISBN 3-492-04549-9) 24,90 €

Umberto Eco: Die geheimnisvolle Flamme der Königin Loana. Illustrierter Roman. Aus dem Italienischen von Burkhart Kroeber. München, Hanser, 2004. 504 S. Mit vielen teils farbigen Abbildungen. Pappband mit Schutzumschlag (ISBN 3-446-20527-6) 25,90 €

Zadie Smith: Der Autogrammhändler (The Autograph Man). Roman. Aus dem Englischen von Ulrike Wasel und Klaus Timmermann. München, Droemer, 2003. Philipp Blom: Sammelwunder, Sammelwahn. Szenen aus der Geschichte einer Leidenschaft. Frankfurt, Eichborn, 2004. (Die Andere Bibliothek, Bd. 229). 405 S. Mit zahlreichen, teils farbigen und ausklappbaren Tafeln. Gebunden, im Schuber. 34,- €

Leona Rostenberg und Madeleine Stern: Zwei Freundinnen, eine Leidenschaft. Unser Leben für seltene Bücher. Aus dem Amerikanischen von Christian Liedtke. Hamburg, Hoffmann und Campe, 2004. Steffen Mensching: Jacobs Leiter. Roman. Berlin, Aufbau-Verlag, 2003. 426 S. Pappband mit Schutzumschlag.

Helene Hanff: 84, Charing Cross Road. Eine Freundschaft in Briefen. Aus dem Amerikanischen übersetzt und mit einem Nachwort versehen von Rainer Moritz. Hamburg, Hoffmann und Campe, 2002. 159 S. Pappband.

 

Nicht unter Geiern, Hinter Büchern. Ein Schlüsselroman, für Antiquare

Germar Grimsen

Hinter Büchern

"Versicherung an Eides Statt : bis auf Kurt Lammek ist jede im Haupttext agierende Figur, sie sei Mensch oder Hund, völlig frei erfunden. Selbst die Identität einer dort vorgestellten mit einer leibhaftigen Fliege wäre rein zufällig und höchlichst bedauernd."

Die Antiquare sind aufgestiegen im kulturellen Leben. Der Eichborn-Verlag widmet ihnen einen Schlüsselroman und Germar Grimsen hat ihn geschrieben: Hinter Büchern heißt Der Reigen, trägt den verheißungsvollen Untertitel "Ein Großroman" und ist ein gewichtiges Werk voller Anspielungen, Insiderwissen, liebenswürdiger Charaktere und Geschichten von merkwürdigen Büchern und ihren Sammlern, die nur ein Antiquar kennen kann.

Germar Grimson: Hinter Büchern. Der Reigen. (Ein Großroman.) Ein- und ausgeleitet von Hexametern aus der Feder Bernd Lüttgerdings mit einem notwendigen Register ausgestattet und einem Nachwort des Verlegers versehen. Frankfurt am Main, Eichborn, 2007. 457 Seiten. Im Schuber. (Ladenpreis 39,95 €)

 

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