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14. Oktober 2022

Kulturtipps
Will’s Book – 400 Jahre Shakespeares First Folio
Ausstellung im Literaturmuseum der Moderne, Marbach am Neckar

Das Buch der Bücher. Früher galt mein erster Besuch in London immer dem British Museum, wo in einer Vitrine im Eingangsbereich eines der wenigen Exemplare meines Lieblingsbuches lag: Shakespeares First Folio. 1523 in Kooperation mit dem Globe Theatre in London erschienen, versammelt die Folioausgabe die Stücke des bedeutendsten englischen Dichters, William Shakespeare. Heute muss man nicht mehr so weit reisen, um ein Exemplar dieses Buches bewundern zu können. Das Deutsche Literaturarchiv Marbach feiert den 400. Geburtstag der First Folio mit einer Ausstellung, die noch viele weitere Zimelien rund um das Werk Shakespeares zeigt. Darunter finden sich Exponate aus dem Globe Theatre und Friedrich Schillers Korrekturen zur Othello-Übersetzung von Johann Heinrich Voß, ebenso Karl Wolfskehls Anmerkungen zur Julius Cäsar-Übersetzung von  Schlegel und Tieck, Schillers Macbeth- und Gerhart Hauptmanns Hamlet-Bearbeitung sowie  Hugo von Hofmannsthals »Shakespeare und wir«. Ein Hochgenuss für jeden anglophilen Literaturkenner. (Text: BvB)

12. Oktober 2022 bis Anfang Februar 2023

Weitere Informationen → https://www.dla-marbach.de/museen/literaturmuseum-der-moderne/wechselausstellungen/wills-book-400-jahre-shakespeares-


7. Oktober 2022

Kulturtipps
Frei leben! Die Frauen der Boheme. 1890–1920
Ausstellung in der Monacensia vom 1. Juli 2022 bis 31. Juli 2023             

Um 1900 ziehen von überallher junge Frauen nach München und wagen dort ein freies Leben als Künstlerinnen oder Schriftstellerinnen. Dafür nehmen sie ein hohes Risiko und prekäre Lebensumstände in Kauf. Künstlerinnen wie Franziska zu Reventlow, Margarete Beutler oder Emmy Hennings stehen im Mittelpunkt dieser interessanten Ausstellung in der Münchener Monacensia. Ihr Aufbegehren gegen die bürgerlichen Normen und Moralvorstellungen zeigt sich in ihren Werken und in ihren Lebensentwürfen. Es geht um freie Formen des Zusammenlebens, Selbstbestimmung über den eigenen Körper, um Unabhängigkeit in einer von Abhängigkeiten geschnürten männlich dominierten Welt.
Gezeigt werden Manuskripte, Tagebücher, Briefe und Fotografien aus den teils unbekannten Nachlässen der Literatinnen und Künstlerinnen um Reventlow, Beutler und Hennings.  Die Ausstellung wird digital begleitet durch das Archiv der deutschen Frauenbewegung in Kassel und das Literaturhaus Berlin. (Text: BvB)

Weitere Informationenstadtbibliothek.de/veranstaltungen/details/frei-leben-die-frauen-der-boheme-1890-1920-15555


29. September 2022

Kulturtipps
»Kirche, Klerus, Kodizes« – Mittelalterliche und frühneuzeitliche Handschriften in einer Ausstellung der Staatsbibliothek Hamburg

Der Bibliotheksbestand der Hamburger Katharinenkirche gelangte 1923 als Schenkung in die Staats- und Universitätsbibliothek Carl von Ossietzky in Hamburg. Im Rahmen eines von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Projektes wurden die Handschriften nun wissenschaftlich erforscht, erschlossen und digitalisiert.

Die Ausstellung »Kirche, Klerus, Kodizes«, die vom 5. Oktober bis zum 15. Dezember 2022 im Veranstaltungsraum der Bibliothek zu sehen ist, bietet nun einen Einblick in Schatzkammer und Werkstatt der Staatsbibliothek gleichermaßen.

Gezeigt werden handgeschriebene Bücher aus dem 15. und 16. Jahrhundert, die für den liturgischen Gebrauch hergestellt wurden und herausragenden Buchschmuck aufweisen. Eine umfangreiche Briefsammlung und Handschriften aus dem 16. bis 18. Jahrhundert erzählen zudem vom historischen Geschehen dieser aufgewühlen Zeit. Weitere Kodizes, die im Rahmen des Projektes untersucht wurden, berichten von besonderen Schicksalen: Für einen bestimmten Ort und Zweck geschrieben, verloren sie ihre Bedeutung, wurden verkauft und gelangten über verschiedene Wege nach Hamburg, gingen im und nach dem Zweiten Weltkrieg erneut auf Reise und kamen schließlich durch glückliche Fügungen wieder in die Hansestadt zurück. An ihnen bewahrheitet sich in besonderem Maße das allseits bekannte, aus einem antiken Lehrgedicht stammende, Sprichwort – Habent sua fata libelli.

Ausstellungseröffnung am Dienstag, 4. Oktober 2022, 18 Uhr, Vortragsraum

Grußwort von Prof. Robert Zepf (Direktor SUB)
Einführung in die Ausstellung durch Dr. Katrin Janz-Wenig (Kuratorin, SUB)
Um eine Anmeldung unter → pr[at]sub.uni-hamburg[dot]de wird gebeten.

https://blog.sub.uni-hamburg.de/?p=34162

Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg
Carl von Ossietzky

Von-Melle-Park 3
20146 Hamburg


16. September 2022

Kulturtipps
Philosophie und Kunst
Das Nietzsche-Archiv in Weimar, ein Gesamtkunstwerk von Henry van de Velde

Wer nach Weimar reist, hat die Qual der Wahl. Zwischen Anna Amalia, Goethe, Schiller und dem Bauhaus gibt es viel zu sehen. Gerne einmal übersehen wird dabei ein wahres Schmuckstück: das Friedrich-Nietzsche-Archiv im Henry van de Velde-Haus. Das Haus ist ein Gesamtkunstwerk, so kunstvoll, so besonders, so außergewöhnlich wie der Philosoph, dessen Leben, Werk und Wirkung hier, in der Villa Silberblick, gedacht wird.
Das Archiv wurde 1894 in Naumburg gegründet und befindet sich seit 1896 in Weimar. In der Villa Silberblick verbrachte der kranke Philosoph, gepflegt von seiner Schwester Elisabeth Förster-Nietzsche, die letzten Lebensjahre. Nach seinem Tod ließ sie das Gebäude, besonders die Archivräume, von Henry van der Velde neu gestalten. Innenarchitektur und Ausstattung zählen zu den schönsten Werken des belgischen Künstlers. Das Gesamtkunstwerk ist fast vollständig erhalten. Besonders sehenswert sind die Räume im Erdgeschoss, das ehemalige Speisezimmer und die Bibliothek mit der von Max Klinger geschaffenen Nietzsche-Herme aus Marmor. Die gesamte Inneneinrichtung einschließlich der Öfen, Teppiche, Möbelstücke und Vorhänge wurde von Henry van de Velde entworfen. Eine Ausstellung dokumentiert dazu das Leben, die Leistungen und die teils wechselvolle Rezeptionsgeschichte des großen Philosophen Friedrich Nietzsche. Das Tüpfelchen auf dem »I« bietet die derzeitige Sonderausstellung: Nietzsche – Weimar – DDR. Wie Massimo Montinari und Giorgio Colli in Weimar Fälschungen aufspürten.
 

Friedrich Nietzsche-Archiv
Humboldtstraße 36
99425 Weimar

→ Geöffnet Mittwoch bis Montag (außer Dienstag) 10:00 bis 18:00 Uhr
→ Weitere Informationen: https://www.klassik-stiftung.de/ihr-besuch/ausstellung/nietzsche-weimar-ddr/


9. September 2022

Kulturtipps
»Wir suchen überall das Unbedingte und finden immer nur Dinge«

Am 14. September wird das Deutsche Romantik-Museum ein Jahr alt. Anlass genug, um die blaue Himmelstreppe emporzusteigen und sich von der vielfältigen Ausstellung in die Welt des ausgehenden 18. und des ersten Drittels des 19. Jahrhunderts entführen zu lassen.

Romantik, was ist das: eine Strömung der Literatur und Kunst, ein ästhetisches Programm, eine Idee und Geisteshaltung oder doch einfach nur ein sentimentales Gefühl? Auf zwei Etagen finden Sie an 35 unterschiedlichen Stationen Antworten auf diese Fragen.

Grundlage des Museums sind die zahlreichen, bereits seit über 100 Jahren vom Freien Deutschen Hochstift zusammengetragenen Originalmanuskripte und Briefe, Erstausgaben, Liederhandschriften und vielerlei Dinge mehr. Multimedial präsentiert und aufbereitet zeigt es im wahrsten Sinne des Wortes die Handschrift der romantischen Idee. Ziehen Sie die.Schubladen auf, hören Sie Textbeispiele an einer der vielen Stationen oder lassen Sie sich einfach von Raum zu Raum treiben. Getragen von der hervorragenden architektonischen Umsetzung durch Christoph Mäckler ist das Museum auf alle Fälle ein Teil der Welt, die ganz nach Novalis »romantisiert wurde«.

Deutsches Romantik Museum
Großer Hirschgraben 21
60311 Frankfurt am Main
https://deutsches-romantik-museum.de/



26. August 2022

Kulturtipps
Wir machen Bücher
Eine Ausstellung zum 450. Jubiläum der Herzog August Bibliothek, Wolfenbüttel

Der 5. April 1572 gilt als Gründungsdatum der Herzog August Bibliothek in Wolfenbüttel. An diesem Tag erließ Herzog Julius von Braunschweig-Lüneburg eine »Libereyordnung«. 450 Jahre später hat die Herzog August Bibliothek in Wolfenbüttel eine beispiellose Erfolgsgeschichte geschrieben. Gotthold Ephraim Lessing war hier Bibliothekar, und das berühmte Evangeliar Heinrichs des Löwen wird hier aufbewahrt. Ihrer Geschichte von der einstigen Hofbibliothek bis zur heutigen, international renommierten Forschungsbibliothek widmet man in Wolfenbüttel eine Sonderausstellung zur Geschichte des Wissens und zur Kultur des Buches.

Gezeigt werden kostbare Originale, wertvolle Handschriften und seltene Drucke wie das schon erwähnte Evangeliar Heinrichs des Löwen und Mathildes von England aus dem 12. Jahrhundert und viele weitere prachtvolle Manuskripte, daneben aber auch Kuriositäten, die einstmals die Benutzer und Besucher der Bibliothek aufs Köstlichste unterhalten haben. Anhand dieser und vieler weiterer Originale zeigt die Ausstellung, wie Wissen entsteht und wie Wissen weiterentwickelt wird. So stehen neben den wertvollen und kostbaren Handschriften Romane, Reiseführer, wissenschaftliche, gelehrte und populäre Abhandlungen und Schriften. Ein großes Panorama der Gelehrsamkeit, in deren Zentrum immer eine Bibliothek steht.

Aufgrund des großen öffentlichen Interesses bleibt die Ausstellung noch bis zum 3. Oktober 2022 geöffnet.
 

Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel
Lessingplatz 1
38304 Wolfenbüttel

→ Öffnungszeiten der Ausstellung in der Bibliotheca Augusta:
→ Dienstag bis Sonntag von 10:00 Uhr bis 17:00 Uhr

weitere Informationen unter → https://www.hab.de/wir-machen-buecher/


19. August 2022

Kulturtipps
Goethes »jüngerer Bruder«: Karl Philipp Moritz (1756–1793)

Wenige Schriftsteller hat Goethe neben sich bestehen lassen, Karl Philipp Moritz war einer von ihnen: »Er ist wie ein jüngerer Bruder von mir, von derselben Art, nur da vom Schicksal verwahrlost und beschädigt, wo ich vorgezogen und begünstigt bin«.
Der aus ärmlichem Elternhaus stammende Moritz zählt zu den wichtigsten deutschen Autoren des 18. Jahrhunderts. Er wollte Schauspieler werden, wurde Lehrer, Journalist, Literat und Akademieprofessor. Wo Goethe Ordnung hielt, herrschte bei Moritz das Chaos. Goethe führte eine penible Registratur seiner Schriften, Moritz verwahrte seine Manuskripte in einer Tonne. Wo Goethe auf Tätigkeit setzte, zog Moritz sich auf sich selbst zurück. Der in Hameln gebürtige Moritz verehrte den Meister aus Weimar, tat ihm dessen Italienreise nach, gewann in Rom Goethes Freundschaft und veröffentlichte 30 Jahre vor ihm eine große Beschreibung seiner Reise durch Italien. Moritz schrieb den einzigartigen »psychologischen Roman« »Anton Reiser«. Goethe verfasste seinen berühmten Bildungsroman von »Wilhelm Meister«.

Die Ausstellung im Goethe Museum Düsseldorf vom 22. August bis 30. Oktober 2022 zeigt die Ähnlichkeit der ungleichen »Wahlverwandten« und ermöglicht einen einmaligen Einblick in deren Werke und Manuskripte.  

Goethe-Museum Düsseldorf
Jacobistraße 2
40211 Düsseldorf
www.goethe-museum.de/de


12. August 2022

Kulturtipps
ERLESEN – 200 Jahre Bibliothek des Metropolitankapitels Bamberg.

2.7. bis 13.9.2022

Es mag schon sein, daß sie sich über den Domplatz zugerufen und geschickt terminlich verabredet haben, während der Vorbereitung beider zur Zeit laufenden, bibliophilem Publikum dringend ans Herz zu legenden Ausstellungen. Wer romantisch verklärt die Zauberwelten E.T.A. Hoffmanns in der Neuen Residenz verlässt, wieselflink den Vorhof der sonnendurchglühten Bamberger Akropolis hinter sich bringt, findet in gnädig abgedunkelten Räumlichkeiten des Diözesanmuseums die nur selten gezeigten Zimelien der Bibliothek des Metropolitankapitels in ihrer ganzen Pracht dargeboten.

Die erlesenen Stücke aus der ca. 200.000 Bände umfassenden, erst nach der Säkularisation entstandenen Bibliothek, umfassen bedeutende Handschriften, Inkunabeln, liturgische Bücher, Gebet- und Gesangbücher.

Besonders zu erwähnen sind u.a.: – Ein imposantes, wunderbar ausgestattetes, handschriftliches Mainzer Graduale um 1500. – Ein Kompositum für die Heilige Messe, Pergamenthandschrift um 1400, – wobei hier ein früher (um 1330) entstandenes Kanonbild eingebunden ist (der Gekreuzigte mit seiner Mutter und dem Jünger Johannes), das den Betrachter durch seine in einer ganz sensiblen Weise dargestellten Eindringlichkeit berührt. – Eine Biblia deutsch, Nürnberg, Koberger, 1483 mit 17 Seiten einer handschriftlichen Perikopenliste für den Bamberger Dom, ebenfalls in deutscher Sprache. – Eine prunkvoll mit Initialen und Rankenwerk auf 6 Blatt ausgestattete Inkunabel im Orig.-Einband: Bessarion, Adversus calumniatorem Platonis. Conradus Sweynheym u. Arnoldus Pannartz,  Rom, vor 13.9.1469. – Das »Thomas Morus Gebetbuch«: Reich ausgeziertes illustriertes Stundenbuch. Lateinische Handschrift auf Pergament. Flandern um 1460. Seinen Namen verdankt das Buch dem mehrzeiligen handschriftlichen Eintrag des Hl. Thomas Morus in seiner Eigenschaft als einer der 10 Taufpaten, den Schenkern dieses Exemplares. Sein Eintrag macht das Buch zu einer Berührungsreliquie.  Ferner dokumentiert die Ausstellung die ganze Bandbreite sakraler Einbandgestaltung anhand einer liebevoll gepflegten Gebetbuch-Sammlung, bringt dem Interessierten Curiosa aus dem katholischen Volksglauben des 17.–20. Jahrhunderts nahe, beleuchtet die verschiedenen, großherzigen Sammlungsstiftungen sowie die jeweils dahinter aufscheinenden Sammlerpersönlichkeiten, deren Schenkungen die von der Säkularisation der Kirche zugefügten Wunden etwas zu kühlen versuchten. (Text: Dieter Zipprich)

Diözesanmuseum Bamberg
Domplatz 5
96049 Bamberg

→ Öffnungszeiten: 10–17 Uhr, Sonntag 12–17 Uhr,  Mittwoch geschlossen.

→ Eintritt: 7 Euro (beinhaltet den Besuch des ganzen Museums).

https://dioezesanmuseum-bamberg.de/ausstellungen/objekt-des-monats/nachricht/Erlesen-200-Jahre-Bibliothek-des-Metropolitankapitels/


5. August 2022

Kulturtipps
Klimaneutrales Reisen im 18. Jahrhundert
Die Welt im Kasten

Guckkastenbilder im Schloßbergmuseum Chemnitz

Fremde Länder und Orte üben von jeher eine Faszination auf die Menschen aus. Nur wer konnte sie im 18. Jahrhundert tatsächlich besuchen? Die Erfindung des Guckkastens machte es damals schon möglich, sie mithilfe von Kupferstichen visuell zu entdecken und im Geiste zu bereisen. Ab der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts zogen Schausteller mit diesen Guckkästen über die Jahrmärkte. Gegen einen kleinen Obolus wurde Groß und Klein, durch die sogenannten »Augenfenster«, die weite Welt präsentiert und in den leuchtendsten Farben, im wahrsten Sinne des Wortes, vor Augen geführt.

Die Ausstellung im Schloßbergmuseum in Chemnitz widmet sich diesen heute eher unbeachteten, oftmals detailreichen und prachtvoll kolorierten grafischen Blättern.

Zu sehen bis zum 11.9.2022

→ https://www.kunstsammlungen-chemnitz.de/ausstellungen/die-welt-im-kasten

Schloßbergmuseum Chemnitz
Schloßberg 12
09113 Chemnitz
Telefon: +49 (0)371 488 4520
Fax: +49 (0)371 488 4599
schlossbergmuseum[at]stadt-chemnitz[dot]de


(Bildquelle der Abbildung: www.kunstsammlungen-chemnitz.de)


29. Juli 2022

Kulturtipps
Beziehungsstatus: Offen.
Kunst und Literatur am Bodensee

Hier ließen und lassen sich seit vielen Jahrzehnten Schriftsteller und Künstler nieder, um sich von der Region inspirieren zu lassen, zu sich selbst zu finden oder einen Rückzugsort vor politischen bzw. gesellschaftlichen Anfeindungen zu suchen.

Nicht nur Otto Dix, der hier bis zum Ende seines Lebens blieb, fand es »Zum Kotzen schön!«, auch viele andere Künstler und Schriftsteller zog dieses süddeutsche, eng mit der Schweiz und Österreich verbundene, Idyll an und stieß sie doch auch wieder ab. Darunter so bekannte Namen wie Annette Droste-Hülshoff, Hermann Hesse, Martin Walser, Otto Dix, Henry van de Velde, Erich Heckel, Willi Baumeister oder eher unbekanntere, wie Ludwig Finck, Bruno Goetz, Waldemar Flaig und Ernst Würtenberger.  

Die sehenswerte Ausstellung, mit rund 240 Exponaten, zeigt die Netzwerke und Querverbindungen zwischen Künstler*innen und Schriftsteller*innen in der Region und bringt dem Besucher die Vielfalt dieser reichen Kulturlandschaft in neuer Art und Weise nahe.

Zu sehen bis zum 6.11.2022 im Zeppelin-Museum Friedrichshafen.

→ https://www.zeppelin-museum.de/de/ausstellungen/ausstellung?id=163

Zeppelin Museum Friedrichshafen GmbH
Seestraße 22
88045 Friedrichshafen


Das Foto zeigt ein Porträt des Schriftstellers Martin Walser, 1968 gemalt von André Ficus.


22. Juli 2022

Kulturtipps
Unheimlich Fantastisch – E. T. A. Hoffmann 2022
Ausstellung in Bamberg vom 25. Juli bis 22. Oktober 2022

Wie kaum ein Zweiter bewegte sich der romantische Universalkünstler E. T. A. Hoffmann am Puls seiner Zeit – als Autor, Musiker, Komponist, Musikkritiker und Zeichner.  E.T.A. Hoffmann schrieb epochemachende unheimlich-fantastische Erzählungen, als Jurist und Richter war er in drängende Zeitfragen involviert. All diese Aspekte seines Wirkens setzt die große Ausstellung in der Staatsbibliothek Bamberg ins Bild, die das 200. Todesjahr Hoffmanns zum Anlass nimmt, den faszinierenden Universalkünstler neben dem Ausstellungsort Bamberg auch im Stabi Kulturwerk (Berlin) und im Deutschen Romantik-Museum (Frankfurt am Main) in die Gegenwart zu holen.

Weitere Informationen:www.staatsbibliothek-bamberg.de/article/unheimlich-fantastisch-e-t-a-hoffmann-2022/

 

 

Verband Deutscher Antiquare e.V.

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